Manches sei, behauptet der Volksmund, zu schön, um wahr zu sein, aber an der Wahrheit des Schrecklichen wird nur selten gezweifelt. Geschieht ein furchtbares Verbrechen – wie jüngst in Berlin der brutale Mord an einem 20-Jährigen durch sechs junge Männer –, dann genügt es den Medien nicht, der Kundschaft die blutige Tat vor Augen zu führen, unvermeidlich wird es zusätzlich mit der Nachricht konfrontiert, die schreckliche Tat sei nur Ausdruck einer schrecklichen Lage, die Brutalität der jugendlichen Täter unwiderleglicher Beleg zunehmender Brutalität der Jugend, der die Justiz endlich mit härterem Durchgreifen begegnen müsse.

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