Am Samstag feierte Julian Assange seinen 50. Geburtstag. Doch es gab keinen Sekt und keine Party. Assange sitzt im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh bei London. Erst vor wenigen Tagen konnte er für kurze Zeit erstmals seine Familie, seine Kinder sehen. Seit elf Jahren lebt der Wikileaks-Gründer nicht mehr in Freiheit. Aktuell wartet der Australier auf die Entscheidung, ob er von Großbritannien an die USA ausgeliefert wird. Im Januar entschied das britische Gericht zunächst, dass er nicht in die USA überstellt werde. Der Grund war allerdings nicht, dass die britischen Richter ein Verdikt für die Pressefreiheit ausgesprochen hatten. Lediglich seine schlechte Gesundheit bewahrte Assange vor der Verlagerung in eines der berüchtigten US-Gefängnisse. Die US-Regierung hat Berufung gegen das Londoner Urteil eingelegt. Die Isolation zerstöre Assange langsam, wie Unterstützer wie der UN-Folterbeauftragte Nils Melzer und andere Freunde Assanges berichten. Der Aufdecker von US-Kriegsverbrechen verrottet im Knast.

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