JuliensBlog geht zum Thema Bahnstreik zu weit: Youtube-Star will die „Mistviecher“ der GDL „vergasen“

Köln - Ein Video des Youtubers JuliensBlog stößt auf harsche Kritik. In dem Video befasst er sich mit dem Ausstand der GDL, der Gewerkschaft deutscher Lokomotivführer. Neben zahlreichen Beleidigungen wirft der 26-jährige ab 3:56 Minuten ein, dass man die Lokführer doch alle in Auschwitz vergasen sollte. "Vergasen sollte man diese Mistviecher. Wisst Ihr noch, wie die Juden mit Zügen nach Auschwitz transportiert wurden? Man sollte die Zugführer alle dahinbringen. Ich fahre auch den Zug, und zwar umsonst." heißt der genaue Wortlaut.

„Herzlichen Glückwunsch zur restlosen Selbstentwürdigung“

Das Video verzeichnet nach einem Tag bereits mehr als 219.000 Aufrufe, dem Kanal von JuliensBlog folgen auf YouTube rund 1,24 Millionen Menschen. Nachdem der junge Mann das Video bei Facebook geteilt hat, meldeten sich zahlreiche Nutzer zu Wort. Die Reaktionen waren geteilt. Für den Tenor der GDL mal „die Meinung zu geigen“, erhielt Julien Zuspruch. „Hammer Geiles Video, du nimmst echt kein blatt vor den mund (sic!)“ heißt es da zum Beispiel. Wiederum andere User gratulieren ihm zur „restlosen Selbstentwürdigung“ oder beschimpfen ihn schlicht.

Ganz konkret dürfte das Video jedoch ein juristisches Nachspiel haben. Gegen Julien sind bereits Anzeigen eingegangen, auch die Polizei ermittelt.

Gegenüber morgenpost.de hat sich Julien selber schon in einer Stellungnahme zu Wort gemeldet. „Es ging eigentlich nur um die Korrelation zwischen den Zügen von damals und den Zügen von heute und das die Zugführer von heute zu Zugpassagieren von damals gemacht werden“, so der Betroffene. Natürlich solle niemand vergast werden, sein Video solle bloß „schwarzer Humor“ sein.