BerlinMike Delberg hat die Adenauerstatue auf dem gleichnamigen Platz in Charlottenburg als Treffpunkt vorgeschlagen. Nicht ganz zufällig vielleicht, bei einem CDU-Mitglied. Davon abgesehen scheint ein Ort, benannt nach dem ersten deutschen Kanzler nach dem Holocaust, aber auch durchaus passend für ein Gespräch über die deutsche Gesellschaft und ihren Umgang mit der jüdischen Minderheit zu sein. Vor allem nach Delbergs wütendem Brief nach Dresden. Nach dem vermasselten Gedenken an die Reichspogromnacht. Nach dem Aufmarsch von Pegida. Delberg hat sich deswegen gerade mit dem Dresdener Oberbürgermeister angelegt.

Der Spaziergang über den Kudamm beginnt fröhlich. Es ist ein sonniger Novembertag. Mike Delberg, 31 Jahre alt, die Kippa auf dem Kopf, steht noch neben Adenauer und lächelt. Eine ältere Frau zieht einen Einkaufstrolley hinter sich her. „Shalom“, ruft sie ihm zu. Er grüßt zurück. „Ich liebe das“, sagt er einen Augenblick später, als die Frau schon längst weitergegangen ist.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.