Berlin - „Such dir die richtigen Gegner“ – das ist die erste Lektion im „Handbuch für Medienguerillas“. Beispiele werden zum besseren Verständnis gleich mitgeliefert: die Grünen, Feministinnen, „Regierungslakaien wie Till (sic!) Schweiger oder Jan Böhmermann“ und „Regierungspresse wie ARD, ZDF oder Spiegel“. Immer ein gutes Ziel seien auch „junge Frauen“: „Das sind klassische Opfer“, heißt es über sie, die man auf Facebook oder Twitter „ziemlich einfach auseinandernehmen“ könne.

Das Handbuch ist ein Leitfaden für Rechte und Rechtsextreme, die ihren politischen Kampf ins Netz tragen. Es wird in Gruppen mit mal Dutzenden, mal Tausenden Anhängern verbreitet, die gemeinsam das Ziel verfolgen, politische Gegner einzuschüchtern und die Diskussionskultur im Netz strategisch braun einzufärben. Die Handlungsvorschläge sind simpel, aber dem Medium Internet optimal angepasst. Das Handbuch kursiert seit Sommer 2017 online, Experten beobachten die hier niedergeschriebenen Strategien aber schon seit Jahren in der Praxis.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.