Markus Söder (Bayerischer Ministerpräsident, CSU) und Angela Merkel (Bundeskanzlerin, CDU) während einer Presseunterrichtung.
Foto: Christian Spicker/imago images

Berlin - Wenn man dem kontrollierten Ausnahmezustand, den das Virus erzwungen hat, etwas Positives abgewinnen will, dann besteht es in einem zurückgewonnenen pragmatischen Realismus. Der ist zunächst einmal wissenschaftlicher Natur. Wir kennen die tatsächlichen Gefahren einer Pandemie noch immer nicht. Alles, was jetzt geschieht, folgt den berechneten Hypothesen von Wissenschaftlern, die dann am vertrauenerweckendsten wirken, wenn sie ohne Umschweife eingestehen, dass auch sie die Zukunft nicht vorhersagen können. Der Widerstreit unter den Virologen tritt mitunter offen zutage und macht deutlich, dass wir lernen müssen, mit Ungewissheiten zu rechnen. Selbst mathematische Dilettanten wie ich sind dieser Tage zu verstehen bemüht, was exponentielles Wachstum ist. Dass man nicht auslernt, ist eine wertvolle Grunderfahrung der Corona-Krise, die bloße Skepsis und elaborierte Nörgelei übersteigt.

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