Köln - Werner Becker dachte an Heinz Rühmann und die „Feuerzangenbowle“, als er 1960 auf eigenen Wunsch von Köln nach Bad Münstereifel ins Erzbischöfliche Collegium Josephinum kam. Doch statt Internatsseligkeit erwartete den 17-Jährigen ein Höllensturz. Der damalige Direktor Otto K., ein Priester, verging sich sexuell an ihm, wie auch an Beckers Mitschülern. Reden konnte er über den Missbrauch mit niemandem: ein Priester als Täter? Undenkbar! „Meine Eltern hätten mich windelweich geprügelt, wenn ich so etwas behauptet hätte.“ Doch weil sie sahen, dass ihr Sohn – warum auch immer – „einging wie eine Primel“, nahmen sie ihn nach zwei Jahren aus dem kirchlichen Haus heraus, das 1997 geschlossen wurde.

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