Berlin - Am Sonntagabend sieht alles schon wieder besser aus. Punkt 18 Uhr flimmern die ersten Prognosen aus Schleswig-Holstein über den Bildschirm in der Berliner Parteizentrale der Grünen. Die Kameras sind auf die Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt, Parteichefin Simone Peter und Bundesgeschäftsführer Michael Kellner gerichtet. Und als der grüne Balken auf über 13 Prozent springt, geht der erwartbare Jubel angesichts eines erwartbaren Wahlergebnisses los. Alle Beteiligten wissen: Dieser Jubel wird bald selbst im Fernsehen zu sehen sein. Also jubeln sie. So ist das Spiel, das auch die einst Unangepassten längst beherrschen.

Kurz darauf geht Göring-Eckardt ein paar Meter weiter auf die Bühne. Sie sagt: „Ihr seid großartig, Ihr seid wunderbar.“ Wahrscheinlich werde die Regierungsbildung schwierig. Schließlich ist die SPD geschlagen. Es bleibt nur noch eine Ampel mit SPD und FDP oder, noch heikler, Jamaika mit CDU und FDP. Aber „über Koalitionen reden wir nicht heute Abend“, fährt die Grüne fort.

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