Berlin - Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz (CDU), hat sein Direktmandat in Sachsen verloren. In seinem Wahlkreis Chemnitzer Umland - Erzgebirgskreis II wurde er laut Übersicht der Landeswahlleitung vom Sonntagabend von AfD-Kandidat Mike Moncsek überholt. Moncesk kam auf 28,9 Prozent bei den Erststimmen, Wanderwitz holte nur 23,7 Prozent. Er hatte seinen Wahlkreis seit 2002 im Bundestag vertreten.

Zuvor hatte Wanderwitz nach den ersten Prognosen zur Bundestagswahl vom „historisch schlechtesten Ergebnis“ seiner Partei gesprochen. Auf der anderen Seite habe die CDU vor zwei, drei Wochen noch schlechter dagestanden, die CDU habe einen „Schlussspurt“ hingelegt, sagte er bei MDR Aktuell am Sonntagabend. „Wir wissen ehrlich gesagt noch nicht, ob wir uns freuen sollen oder nicht.“

Die Verluste für die CDU führte er auch auf die späte Kandidatenkür seiner Partei und die Diskussionen darüber zurück. Im Wahlkampf habe man das als „Klotz am Bein“ gespürt. Das müsse ausgewertet werden. „Aber nicht bevor wir das Endergebnis haben.“