Kiel - Autofahrer kennen das: Wenn es um zehn Cent pro Liter geht, lohnt sich beim Tanken auch mal ein Umweg. Bei Schiffen ist es ähnlich. Die beiden Containerriesen „MSC Gülsün“ und „Mumbai Maersk“ verließen Bremerhaven am Dienstag in Richtung Kaliningrad zum Tanken. Umweltschützer sind empört. Der Hafen der russischen Exklave ist inzwischen der Geheimtipp für Reeder auf der Suche nach günstigem Schiffstreibstoff. Die 400 Meter lange und 58 Meter breite „Mumbai Maersk“ wird bis Sonnabend aus dem russischen Tanker „Midvolga 3“ mit Schweröl gefüllt.

Das 6000-Tonnen-Tankschiff ist eines von einem Dutzend schwimmender russischer Öl-Tankstellen auf der Ostsee. Nach der „Mumbai Maersk“ kommt nächste Woche die „Moscow Maersk“ zum Öl-Rendezvous nach Kaliningrad. Ein Umschlag von Containern ist dort nicht vorgesehen. Ladehäfen sind für diese Flaggschiffe der Maersk-Flotte nur Rotterdam, Bremerhaven, Göteborg und Aarhus.

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