Berlin - Wer soll dafür zahlen, dass Tiere in der Landwirtschaft unter würdigen Bedingungen gehalten werden? Dass etwa Schweinen nicht der Schwanz kupiert wird, um zu verhindern, dass ihre Stallgenossen ihn abbeißen. Dass Hühner ihr kurzes Leben in der Legehaltung nicht mit kranken Fußballen fristen müssen. Lange Zeit beließ es die Bundesregierung bei Appellen an Produzenten, Händler und Verbraucher. Jetzt hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) sich klar dafür ausgesprochen, tierische Produkte mit höheren Abgaben zu belegen. „Die Gesellschaft möchte mehr Tierwohl, die Tierhalter möchten mehr Tierwohl – das gibt es nicht zum Nulltarif“, sagte sie am Dienstag. „Ohne staatliche Vorgaben und Förderung wird es nicht gehen.“

Die Frage sei nicht mehr, ob es entsprechende Aufschläge auf landwirtschaftliche Produkte gebe, sondern wie sie ausgestaltet werden. Im Gespräch sind Aufschläge von etwa 40 Cent pro Kilo Fleisch oder Wurstwaren.

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