Köln - Bei einem Auffahrunfall mit zwei Stadtbahnen der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) sind am Donnerstagabend zahlreiche Menschen verletzt worden. Der Tram-Fahrer stand offenbar unter Alkoholeinfluss.

Eine der Bahnen, die beide Richtung Innenstadt unterwegs waren, hatte kurz nach 20 Uhr zum Fahrgastwechsel an der Station Eifelwall gehalten, als die zweite Bahn in sie hineinfuhr. 

Atemtest bei Tram-Fahrer positiv

Insgesamt 43 Menschen wurden nach Angaben der Polizei  verletzt, einer davon schwer. Da bei dem Schwerverletzten eine Vorerkrankung vorliegt, ist noch unklar, inwieweit sein Zustand auf den Unfall zurückzuführen ist.

Es entstand zudem erheblicher Sachschaden. Die Wucht des Aufpralls war so groß, dass die Scheiben der Waggons splitterten. Der hintere Bereich der ersten Bahn entgleiste.

Zur Unfallursache liegen bisher keine gesicherten Erkenntnisse vor. Laut KVB-Sprecher Stephan Anemüller gibt es Anzeichen, dass der Fahrer der hinteren Bahn alkoholisiert gewesen sein könnte. Sollte sich dies bestätigen, sei er „tief erschüttert“, so Anemüller. Dies sei dann ein einmaliger Vorgang. Man werde die Ermittlungsarbeit der Polizei mit allen Kräften unterstützen. 

In der Nacht bestätigte ein Polizeisprecher, dass ein erster Alkoholtest bei dem Straßenbahn-Fahrer einen positiven Wert ergeben hätte. (red)

Dieser Text erschien in ausführlicher Fassung zuerst beim Kölner Stadtanzeiger