Berlin - Seit ein paar Tagen geht der Sechsjährige in den Hort, er wird zweimal die Woche getestet. Er kann das allein, weil wir das zu Hause geübt haben. Seit Donnerstag muss er eine Maske im Schulgebäude tragen. Er setzt sich morgens vor dem Schuleingang die Maske auf, dann geht er hinein. Er macht das ohne Klagen, es ist die Normalität für Corona-Kinder. Fast ein Drittel seines Lebens hat er mit der Pandemie verbracht.

Aber wie schwierig das sein muss, wenn man neu anfängt und sich viele Gesichter merken muss, von Kindern, von Lehrern, Erziehern, und diese Gesichter in den ersten Hort- und Schultagen zu einem großen Teil hinter einer Maske verborgen sind. Und es zerbricht mir das Herz, wenn ich lese, dass an diesem Wochenende wieder in Berliner Clubs gefeiert werden soll. Ohne Maske und ohne Abstand. Ich kann drei Stunden ohne Maske im Restaurant drinnen ohne Maske mit dreißig Leuten sitzen, von denen womöglich auch nicht alle geimpft sind, aber die Sechsjährigen müssen Mundschutz tragen? Sollen die Sechsjährigen vielleicht in der Wilden Renate zusammen feiern?

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