Mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Euro-Rettungsschirm und treuherzigen Versprechen in Athen steht eine so oder so kostspielige Woche ins Haus. Besonders neu ist das nicht. Bereits 1893 erklärte der damalige Ministerpräsident Charilaos Trikoupis im griechischen Parlament lapidar: „Leider sind wir pleite.“

Die üppigen ausländischen Kredite konnten nicht mehr bedient werden, das Geld war nicht für die vorgesehenen Investitionen verwendet worden, sondern im Sumpf von Staatsapparat und Armee versickert. Trikoupis trat zurück. Bald darauf wurde er abermals – zum siebten und letzten Mal – Ministerpräsident. Nunmehr murmelte er, dem Druck ausländischer Gläubiger folgend, etwas von unumgänglichen Steuererhöhungen, und sofort jagten ihn seine Leute aus dem Amt. Der Gestürzte zog sich ins angenehme französische Cannes zurück, starb dort in Frieden und wird im heutigen Griechenland als Volksheld verehrt.

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