Polizeibeamte haben einen physisch und psychisch bis aufs Äußerste fordernden Job. Sie müssen seelisch gestörte Paare voneinander trennen, betrunkene Obdachlose vor Supermärkten zur Räson bringen, gegen abhängige Drogendealer ebenso vorgehen wie gegen abgefeimte Kriminelle. Weil Kriminalität vermehrt in sozial schwachen Milieus auftritt und Nichtdeutsche dort häufiger anzutreffen sind, haben es Polizisten oft auch mit diesen zu tun. Es gehören gute Nerven genauso dazu wie charakterliche Festigkeit, um den sich daraus ergebenden Gefährdungen zu begegnen.

Warum diese Vorrede? Weil wir erleben, dass mit dem Staat und seinen Institutionen auch die Polizei zunehmend in die Bredouille gerät und – etwa in Sachsen – immer öfter ein bedenkliches Bild abgibt. Dabei sollte klar sein: In einem Land, in dem Menschen der Polizei nicht mehr vertrauen können, steht mehr auf dem Spiel als nur das. Das fehlende Vertrauen in die Polizei – siehe Brasilien, siehe USA – ist Indiz für eine Krise des ganzen sozialen Gefüges.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.