Nun schweigt sich das Bundesinnenministerium zu diesem Punkt aus. Nur: Ein plausibler Grund wäre es gewesen.

Denn es ist durchaus richtig, Mitarbeiter von Sicherheitsdiensten aus Staaten zu schulen, die glaubhaft machen können, dass sie auf gutem Weg sind zu Demokratie und Rechtsstaat. Doch das Weißrussland des Alexander Lukaschenko hat nie zu diesen Staaten gehört. Es ist seit Jahren für seine Menschenrechtsverletzungen bekannt und geächtet; unter anderem Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) ist hier seit langem engagiert. Bloß sehr dumme oder sehr naive Menschen konnten annehmen, Lukaschenko werde in einem demokratischen Prozess seine Macht abgeben. Im Gegenteil, er würde sie im Zweifel mit jenen Mitteln verteidigen, mit denen der Syrer Baschar al-Assad sie verteidigt.

Die Amtshilfe made in Germany ist deshalb so verfehlt wie geschmacklos. Und sie ist leider kein Einzelfall. Auch in einem Staat wie Saudi-Arabien ist Deutschland zu Diensten. Dort gibt es immerhin das Interesse an Stabilität und an Öl. In Weißrussland sollte unser Interesse allein darin bestehen, den Despoten abzulösen.