Dresden - Es ist mal wieder nicht der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich, der die richtigen Worte findet, sondern ein Dresdner Medizinprofessor: „Wann gab es das zuletzt, dass ein Gottesdienst mit Hass und Trillerpfeifen gestört wurde? Wann wurden zuletzt Gottesdienstbesucher beschimpft und angeschrien? Wann zuletzt wurden dunkelhäutige Gottesdienstbesucher aufs Schlimmste beleidigt?“, fragt der Wissenschaftler Gerhard Ehninger empört. „Schämt Euch!“, ruft er seinen Mitbürgern entgegen, „schämt euch nicht nur im stillen Kämmerlein.... Bekommt endlich den Hintern hoch!“

Der Tag der Deutschen Einheit ist für Dresden und Sachsen ein 4,2 Millionen Euro teures PR-Desaster geworden. Ein Jahr lang hat man sich auf die Feier vorbereitet, um dann mitansehen zu müssen, wie ein paar Hundert Schreihälse aus der Pegida-Bewegung – angeführt von einem mehrfach vorbestraften Drogenhändler, Einbrecher und Volksverhetzer – Politiker, Gäste und Dresdner in unvorstellbarer Schäbigkeit anpöbeln.

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