Die Obergrenze ist weg, es lebe das „atmende System“  – so lässt sich die Einigung zusammenfassen, die die beiden „Schwesterparteien“ CDU und CSU erzielt haben. Es gelang der Union damit etwas, was in der Mathematik gemeinhin als Quadratur des Kreises bezeichnet wird, also so zu tun, als gebe es für ein unlösbares Problem eine Lösung, damit beide Seiten das Gesicht wahren können: Angela Merkel, die stets versichert hat, mit ihr werde es eine Obergrenze nicht geben, und Horst Seehofer, weil nun doch eine Zahl genannt wird, nämlich möglichst nicht mehr als 200.000 Menschen jährlich aufgenommen werden sollen – falls es nicht erneut eine Ausnahmesituation gibt wie im Herbst 2015. Dieser „Richtwert“ bezieht sich auf Menschen, die aus humanitären Gründen nach Deutschland kommen, also Asylbewerber und verschiedene Gruppen von Flüchtlingen.

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