Washington - Das Muster ist immer dasselbe. „Präsident Putin sagt: Russland war es nicht“, wischte Donald Trump alle Erkenntnisse seiner Geheimdienste über die russische Einmischung in die amerikanischen Wahlen beiseite „Gerade habe ich mit dem Kronprinzen von Saudi-Arabien gesprochen, der jede Kenntnis (…) komplett bestreitet“, erklärt er nun nach einem Telefonat mit dem mächtigen Thronfolger Mohammed bin Salman. Dem Ehrenwort autoritärer Männer glaubt der US-Präsident nur allzu gerne.

Schlimmer noch: Im Falle des offenkundig getöteten Journalisten Jamal Khashoggi macht Trump den mutmaßlichen Täter zum Opfer und warnt vehement vor einer Vorverurteilung des despotischen Wüsten-Prinzen. Das lässt erahnen, wie die „gründliche Untersuchung“ des wahrscheinlichen Mordkomplotts ausgehen dürfte: ein paar Handlanger werden bestraft, ihre Auftraggeber bleiben im Dunkeln, und die Geschäfte mit dem Waffenkunden und Öllieferanten Saudi-Arabien gehen munter weiter.

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