#image0

Nun hat er auch noch ein paar Schrauben locker, der Berliner Hauptbahnhof. Für 25 Millionen Euro müssen Gleiskonstruktionen getauscht werden, was lange Unterbrechungen des Betriebs erfordert.

Das verlängert die Pannenbilanz dieses Bauwerks, die schon diverse Einträge aufweist.

#gallery1

Die Eröffnung verzögerte sich um vier Jahre, über den Anstieg der Baukosten hüllen sich die Planer in Schweigen – er muss enorm gewesen sein. Bevor 2006 die ersten Züge fuhren, schaffte es der Bahnhof nochmals in die Schlagzeilen, weil die Bahn das Ost-West-Dach kürzer als geplant bauen ließ. 2007 sorgte er erneut für Furore, als im Orkan „Kyrill“ ein 1,35 Tonnen schwerer Stahlriegel aus der Fassade fiel.

Es stellte sich heraus, dass alle Riegel so gut wie nicht befestigt waren. Die Staatsanwaltschaft stellte Planungsfehler und einen Verstoß gegen die anerkannten Regeln der Technik fest.

#gallery2

Nicht schlecht für ein Bauwerk, das es erst knapp sieben Jahre gibt. Doch es wäre ungerecht, den Hauptbahnhof mit Pannen-Weltmeistern wie den Flughafen BER in eine Reihe zu stellen. Nun ja, die Verbindungen dorthin könnten besser sein, die Straßenbahn kommt erst 2015 mit 13 Jahren Verspätung. Doch er hat viele Vorzüge. Viel Tageslicht kommt herein, das Laden- und Gastronomieangebot ist ordentlich.

Dieser Bahnhof bietet Touristen einen schöneren Empfang als der überlastete Flughafen Tegel oder Schönefeld mit den übelsten Airporttoiletten im Land. Gut, dass es ihn gibt.

#gallery3