Brüssel - Das war ein heißer Sonntag. Und hitzig wird es mit diesem Ergebnis in Europa noch lange bleiben. Oxi-Nein! Europa lernt jetzt Griechisch. Das Votum der Wähler ist ein Nein zu Europa. Zwar kommt von Euro-Optimisten der alte Satz: „Europa ist aus Krisen stets gestärkt hervorgegangen.“ Aber dieses Mal ist es anders. Für Europa kann es nach diesem Votum kein „Weiter so!“ geben.

Europa steht vor unangenehmen Wahrheiten. Da ist die Suche nach den Verantwortlichen für das Scheitern. Europa hat die sozialen Verwerfungen durch die Eurorettung verkannt. Die griechischen Wähler haben Merkels Austeritätskurs abgewählt. Zu spät kam Merkels Wende. Erst mit dem Kompromiss beim Juni-Gipfel im Kanzleramt war sie auf die alt-bundesrepublikanische Linie Kohls eingeschwenkt: Kosten sind zweitrangig, was zählt, ist der Erhalt des Ganzen. Daran zweifeln die Griechen. Nach ersten Analysen stimmten vor allem Jungwähler mit Nein. Europa verliert seine Jugend, das ist auch eine Antwort auf hohe Jugendarbeitslosigkeit.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.