Bestrafen konnte das Oberlandesgericht Düsseldorf den deutschen Salafisten Sven Lau als Terrorhelfer. Schwer wiegen aber auch die Vergehen des Konvertiten, die mit dem Strafrecht nicht zu ahnden sind. Lau hat Zwietracht und Hass gesät. Er ist ein Brandstifter im Vielparteienhaus Deutschland. Als Brandsatz benutzte er, was  ihm vorgeblich das Wertvollste ist: den Islam.

Mit der von ihm initiierten „Nimm, lies!“-Aktion  etwa behandelte Lau den Koran nicht etwa als heilige Schrift, sondern  brachte das Buch wie eine Handgranate mit Zeitzünder unter die Leute. Mit seiner „Scharia-Polizei“ in Wuppertal legte er nicht nur eine sinistre Performance, einen finsteren Klamauk hin, der  Menschen einschüchtern und den  Rechtsstaat herausfordern sollte.  Vielmehr trieb Lau auch Schindluder mit dem islamischen Recht, das er so menschenverachtend inszenierte, wie es der gängigen Klischee-Vorstellung entspricht.

Die Stärke der Freiheit

Das immer gleiche Muster zeigt: Leuten wie Lau geht es nicht um Religion, sondern um Terror – der Gesinnung wie der Tat. Das hat „mit dem Islam zu tun“, weil er der ideologische Baukasten für die Extremisten ist. Aber in deren Bekämpfung kommt es auf die Religion nicht an, sondern auf die Härte  des Rechtsstaats, auf Zivilcourage und die Stärke der Freiheit.