Die von den deutschen Sicherheitsbehörden als mögliche Terroristen identifizierten etwa 500 islamistischen „Gefährder“ gelten als tickende Zeitbomben. Junge Menschen, die sich  womöglich darauf vorbereiten, einen Terroranschlag  zu verüben. Bleiben wir beim Bild der tickende Zeitbombe. Wer käme wohl auf die Idee, einen solchen Sprengkörper in ein dampfendes Pulverfass zu werfen? Genau das ist aber der Plan, wenn es nun darum geht, möglichst viele dieser Zeitbomben – oder sollten wir doch besser von Menschen reden? – in ihre Herkunftsländer abzuschieben, nach Tunesien zum Beispiel.

Das Land gehört zu den wenigen Staaten in Nordafrika, die nach dem Sturz des  autoritären Regimes im Zuge der Arabellion 2011 den Weg in eine parlamentarische Demokratie ernsthaft beschreiten. Und doch gleicht Tunesien eben auch einem Pulverfass. Viele Hoffnungen auf eine stabile wirtschaftliche Entwicklung, auf sozialen Aufstieg und ein Leben in Würde für die Masse der Bevölkerung haben sich (noch) nicht erfüllt. Die Arbeitslosigkeit unter jungen Leuten und die damit einhergehende Wut sind groß. Und sie  gehören zu den wesentlichen Fluchtgründen in Richtung Europa.

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