Noch 35 Jahre. Dann werden wir alle alt sein. Warum? Ganz einfach: Weil die Mehrzahl der Menschen, die im Jahr 2050 in Deutschland leben werden, heute bereits geboren ist. Wir – und damit ist die deutsche Bevölkerung gemeint - werden aber nicht nur alt sein, auch unser Alltagsleben wird sich verändert haben.

Nicht nur das „Wie“ – selbstverständlich werden wir in von Computern gesteuerten Autos durch die Gegend fahren, und unsere Wohnzimmer werden von selbst dafür sorgen, dass wir es immer schön warm haben. Auch das „Wo“ wird in den nächsten Jahren eine neue Dimension erfahren. Viele Regionen werden sich noch weiter entvölkern, die Zivilisation wird sich auf Kerngebiete – die Städte und ihr Umland – zurückziehen. Das klingt wie eine plakative Drohung, doch genau so „könnte“ es kommen. Der Konjunktiv spielt hier eine entscheidende Rolle. Denn wenn es um die Zukunft geht, reden Statistiker von Szenarien oder Prognosen. Sie berechnen die Zukunft auf Basis dessen, was schon heute ist. Sie verlängern die Gegenwart. Es muss nicht so kommen, aber es spricht einiges dafür. Die Gesellschaft altert und sie bewegt sich. Das sind Fakten. Und sie werden das Gesicht der Bundesrepublik verändern. Die Städte boomen und das Land verödet. Es wird – nicht nur in Deutschland – Gewinner- und Verliererzonen geben.

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