Berlin - Selten war ein Papier eines Bundesministers so geheimnisumwoben wie jenes, das den Namen „Masterplan für Migration“ trägt. Masterplan, das klingt nach dem ganz großen Wurf, und das soll es ja auch. Was Horst Seehofer aber jetzt endlich der Öffentlichkeit vorgelegt hat, verdient diese Bezeichnung nicht. Der Plan ist nicht einmal auf dem aktuellen Stand dessen, was SPD und Union nach dem Riesenkrach in der Union vereinbart haben.

Nun ist es ja nicht so, dass Deutschland nicht tatsächlich einen Masterplan zum Thema Flucht und Asyl vertragen könnte, aber der müsste auf einer ganz anderen Basis stehen. Es wäre eine Aufgabe für die gesamte Regierung, und der Impuls dafür müsste aus dem Kanzleramt kommen. Angela Merkel hat die Migration kürzlich als Schicksalsfrage für Europa bezeichnet, und das ist eine zutreffende Analyse. Aber was folgt daraus für ihre eigene Regierung?

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