Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), Verteidigungsministerin, wird durch das Camp Pamir in Kundus geführt.
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KundusVerteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich in Afghanistan für den Einsatz bewaffneter Drohnen zum Schutz deutscher Soldaten stark gemacht. „Wenn ich den Wunsch der Soldaten hier mitnehme, und ich kann ihn ehrlich gesagt nachvollziehen, dann spricht vieles für die Bewaffnung der Drohne“, sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch bei einem Besuch bei deutschen Soldaten im nordafghanischen Kundus.

Sie verwies darauf, dass Soldaten mitunter Stunden auf die Hilfe verbündeter Staaten warten müssten. „Und wir müssen uns ernsthaft fragen, ob wir mit Blick auf das Leben der Soldaten, das hier eingesetzt wird, es wirklich unterlassen, das, was wir an Möglichkeiten haben, auch wirklich einzusetzen“, sagte Kramp-Karrenbauer.

In Afghanistan wird derzeit die Drohne Heron 1 eingesetzt. Ein Wechsel zur moderneren Heron TP ist vorgesehen. Diese bietet längere Flugzeiten und bessere Aufklärungsergebnisse. Das Modell ist auch bewaffnungsfähig. Mit dem Koalitionspartner SPD gibt es bisher keine Einigung über eine Bewaffnung der Drohne.