Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer.
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BerlinVor dem Treffen der Verteidigungsminister der 27 EU-Staaten am Mittwoch in Berlin will Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer mit ihren Kollegen aus Zypern und Griechenland einzeln über den Konflikt der beiden Staaten mit der Türkei sprechen. Das sagte Kramp-Karrenbauer im ZDF-„Morgenmagazin“.

Die Türkei sucht nach Bodenschätzen in Mittelmeergebieten, die Zypern und Griechenland für sich beanspruchen. Deutschland versucht in dem Konflikt, in dem eine militärische Konfrontation droht, zu vermitteln. „Das, was jetzt besonders getan werden muss, ist, dass es keine weitere Eskalation gibt, sondern dass die Lage entzerrt wird, damit Raum geschaffen wird für eine politische, für eine vertragliche Lösung des Streites um die Erdgasabkommen in der Region“, sagte Kramp-Karrenbauer.

EU-Außenminister beraten auch über die Lage in Mali

Auch die Lage in Mali nach dem Militärputsch in der vergangenen Woche dürfte bei dem informellen Treffen der EU-Außenminister zur Sprache kommen. „Für uns ist ganz klar, dass Mali sehr schnell zur konstitutionellen Lage zurückkehren muss, das heißt, dass es einen Übergang geben muss in eine zivile Regierung mit Neuwahlen“, sagte Kramp-Karrenbauer. Die EU stimme sich dazu mit der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS ab, die in Bamako über die Frage verhandele.

Das Bundesverteidigungsministerium schließt nicht aus, dass die putschenden Einheiten der malischen Armee von der EU ausgebildet worden waren. Im Rahmen der europäischen Ausbildungsmission EUTM, an der sich auch die Bundeswehr beteiligt, werden die malischen Streitkräfte trainiert. Sie sollen so in die Lage versetzt werden, selbst Verantwortung für die Sicherheit in dem von islamistischen Rebellen bedrohten Land zu übernehmen.

Zum ersten direkten Treffen der EU-Außenminister seit Beginn der Corona-Pandemie hatten Kramp-Karrenbauer im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft sowie der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell eingeladen.