Lissabon - In Lissabon war ihre Kreuzfahrt vorzeitig beendet. Die portugiesische Polizei hat ein britisches Rentner-Paar festgenommen, das auf einem Rundreise-Schiff neun Kilogramm Koks geschmuggelt haben soll.

Wie die "Sun" berichtet, schlugen die Ermittler am 4. Dezember während eines Stopps in der südeuropäischen Hafenstadt zu und durchsuchten die Kabine des Paares. Dort fanden sie Drogen im Wert von über zwei Millionen Euro - versteckt in den doppelten Böden von vier Koffern. Der Tipp sei von britischen Sicherheitsbehörden gekommen. Nun sitzen der 72-jährigen Roger C. und seine 70-jährige Frau Susan in unterschiedlichen portugiesischen Gefängnissen.

Die Briten sollen das Kokain bei einem Landgang auf der Karibik-Insel St. Lucia in Empfang genommen haben. Dort war Roger C. plötzlich mit den vier Koffern zurückgekehrt, Freunden berichtete er von einem vermeintlichen Schnäppchen mit den preiswerten Tragetaschen.

Die Absicht, so will die "Sun" aus Ermittlerkreisen erfahren haben, war aber womöglich, das Kokain für eine Gang nach London zu transportieren. Dort sollte die Kreuzfahrt enden.

"Die Möglichkeit, dass dieses Paar für eine britische Drogen-Gang an der Costa del Sol und Komplizen im Vereinigten Köngreich arbeitete, wird aktiv untersucht", zitiert die "Sun" eine Quelle aus Ermittlerkreisen. Bis dato hätten die beiden noch nichts zu den Vorwürfen ausgesagt. (mz)