Washington - US-Präsident Joe Biden hält einen „heißen Krieg“ mit einer anderen Großmacht als Folge einer Cyber-Attacke für möglich. Biden sagte am Dienstag bei seinem ersten Besuch im Büro der Geheimdienstkoordination (ODNI) seit seinem Amtsantritt: „Wenn wir in einem Krieg, einem echten Krieg mit einer Großmacht enden, dann als Folge eines Cyberangriffs von großer Tragweite.“ Die Fähigkeiten für einen solchen Cyberangriff „nehmen exponentiell zu“, sagte Biden. Die Möglichkeit einer militärischen Auseinandersetzung mit einem anderen Staat als Folge von Hacker-Angriffen auf kritische Infrastruktureinrichtungen steht schon seit längerem im Raum. Das Problem ist allerdings, dass es faktisch unmöglich ist, einen Urheber für eine Cyber-Attacke zu überführen.

Für die US-Regierung in Washington stand in den vergangenen Jahren immer Russland an erster Stelle, wenn es um den Verdacht von Attacken geht. Dies dürfte sich verschoben haben – zulasten von China. Tyson Barker, Chefanalyst für Technologie und Geopolitik bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), sagte der Berliner Zeitung: „41 Prozent aller Cyber-Angriffe kommen aus China. China will eine Supermacht werden und setzt daher alle Möglichkeiten ein, die es technologisch hat. Und diese Möglichkeiten sind beträchtlich.“

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