Budapest - Die Party hatte gerade begonnen, als die Polizei kam. Beamte, teils in Uniform, teils in Zivil, verteilten sich am Rand der Tanzfläche, auf der sich Frauen an Frauen schmiegten, und Männer an Männer. An jenem Abend Ende März feierten Schwule und Lesben im Kulturzentrum SRLY. Die Polizisten durchsuchten die Taschen der Partygäste, tasteten sie ab wie bei einer Flughafenkontrolle. Niemand durfte das Gebäude verlassen.

Schließlich verschwanden die Polizisten wieder. Für einen Moment standen die Partygäste nur da, es war ganz still. Dann drehte jemand die Anlage auf. „Wir haben in dieser Nacht gefeiert, als gäbe es kein Morgen“, sagt Adam Schonberger.

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