Land berät mit Kreisen über Unterbringung von Flüchtlingen

Das Land Brandenburg will über die angespannte Lage bei der Flüchtlingsunterbringung mit den Landkreisen und Städten beraten. In der kommenden Woche stehe da...

Potsdam-Das Land Brandenburg will über die angespannte Lage bei der Flüchtlingsunterbringung mit den Landkreisen und Städten beraten. In der kommenden Woche stehe dazu eine Konferenz an, kündigte Gesundheits-Staatssekretär Michael Ranft am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Landtags in Potsdam an. Kommunen klagen über Kapazitätsengpässe angesichts steigender Flüchtlingszahlen. Er wolle mit den Kommunen über die Einschätzung der Lage diskutieren, sagte Ranft.

Die Stadt Cottbus etwa kündigte am Dienstag öffentlich an, keine neuen Flüchtlinge mehr aufzunehmen. Die Schulen und die Gesundheitsversorgung seien an der maximalen Kapazitätsgrenze, hieß es als eine Begründung. „Wir werden das Gespräch selbstverständlich suchen und auch versuchen, Lösungen anzubieten“, sagte Gesundheits-Staatssekretär Ranft dazu.

In den Brandenburger Kommunen kommen seit Wochen zunehmend mehr Flüchtlinge an. Die meisten stammen aus der Ukraine, aber auch aus Ländern wie Syrien, dem Irak oder Afghanistan. Mit Stand zum 30. September wurden den Landkreisen und kreisfreien Städte seit Jahresbeginn laut Ranft rund 34 000 Flüchtlinge zugewiesen. Flüchtlinge werden nach ihrer Ankunft zunächst in Erstaufnahmeeinrichtungen der Länder untergebracht und später dann in Unterkünfte der Kommunen.