Beeskow/Grünheide - Die Ansiedlung von US-Elektroautobauer Tesla in Grünheide bei Berlin hat sich nach Ansicht der Brandenburger Landesregierung bereits positiv auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt. Die Arbeitsagentur Frankfurt (Oder) und das Jobcenter des Landkreises Oder-Spree hätten bisher rund 555 Arbeitslose für eine Beschäftigung bei Tesla vermittelt, darunter auch Langzeitarbeitslose, teilte die Staatskanzlei am Dienstag nach einer gemeinsamen Kabinettssitzung mit dem Kreis Oder-Spree mit.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) betonte mit Blick auf die Fabrik, die Arbeit für die Landesregierung sei noch nicht zu Ende. „Eine solche Entwicklung macht einigen in der Region auch Sorgen, denn ihre Heimat wird sich verändern“, sagte Woidke laut Mitteilung. „Das nehmen wir sehr ernst. Dazu gehören die Themen Verkehrsentwicklung, Wohnen und Wasserversorgung.“ Tesla plant in Grünheide in einer ersten Phase mit rund 12.000 Beschäftigten die Produktion von 500.000 Autos im Jahr.

Der Tesla-Standort soll besser angebunden werden an die Autobahn 10. Bis Herbst 2023 würden die Landesstraße 38 und die damit verbundene Anschlussstelle Freienbrink im Süden des Tesla-Geländes ausgebaut, teilten Staatskanzlei und Landkreis mit.

Nördlich des Werksgeländes entstehe mit der Landesstraße 386 und der Anschlussstelle Freienbrink (Nord) eine neue Straßenverbindung. Der Kreis Oder-Spree plant zudem ein Radwegekonzept und die Deutsche Bahn baut einen Güterbahnhof südlich des geplanten Bahnhofs Fangschleuse. Für den Personenverkehr soll der Bahnhof Fangschleuse verlegt werden, so dass dort ab dem Fahrplanwechsel 2026 längere Züge halten können.