Dresden - Kerstin Lorenz ist zwar seit elf Jahren tot. An ihren schrägsten Coup erinnern sich Landtagsabgeordnete in Dresden allerdings noch heute: Es geschah wenige Tage vor der Landtagswahl im September 2004, Lorenz war Vorsitzende der Republikaner in Sachsen. Weil ihr die Sache aussichtslos erschien, blies sie hau ruck die Teilnahme des gesamten Landesverbandes an der Wahl ab. Sie trat in die NPD ein und forderte alle Republikaner auf, es auch zu tun.

Der Fall Lorenz geistert gerade durch den Dresdner Landtag, der sich seit zweieinhalb Jahren mit einer ähnlichen Causa herumschlägt: Ein AfD-Politiker hat Beschwerde gegen die Landtagswahl 2014 eingelegt. Arvid Samtleben, früher AfD-Kreischef in Bautzen, will Neuwahlen erzwingen. Er war von seiner Partei auf den Listenplatz 14 gesetzt, dann plötzlich gestrichen worden. Platz 14 hätte für einen Sitz gereicht.

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