Eigentlich ist die Übergabe des Blumenstraußes ein festes Ritual am Tag nach jeder Landtagswahl: Parteichef oder Parteichefin überreichen sie dem Spitzenkandidaten, wenn sie vor die Presse treten und das Ergebnis analysieren. Dazu gibt es eine Umarmung oder einen Händedruck, je nach Ergebnis und Sympathie. Bunte Blumen, freundliche Blicke, diese Bilder müssen die Parteien den Pressefotografen am Tag nach der Wahl zumindest anbieten.

SPD-Chefin Andrea Nahles verzichtet darauf, als sie am Montag mit der bayerischen Spitzenkandidatin Natascha Kohnen im Willy-Brandt-Haus auftritt. Stattdessen: versteinerte Mienen, zusammengepresste Lippen. Nur 9,7 Prozent der Stimmen bekam die SPD bei der Landtagswahl in Bayern. Es ist das schlechteste Ergebnis, das sie jemals bei einer Landtagswahl erzielt hat. Dass die Ursachen dafür in der Bundespolitik liegen, also bei ihr, räumt Nahles unumwunden ein. „Das schlechte Bild der Bundesregierung hat dazu beigetragen, dass wichtige Themen nicht durchgedrungen sind“, sagte sie.

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