Würselen - Martin Schulz ist in Würselen. Und irgendwie ist Armin Laschet auch hier. Denn während der SPD-Vorsitzende in seiner Heimatstadt auf einer Kundgebung auf der Freilichtbühne Burg Wilhelmstein spricht, kippt auf einmal das hinter ihm aufgestellte, riesige Transparent mit der Aufschrift „Zeit für mehr Gerechtigkeit, Zeit für Martin Schulz“ nach vorn. Auf der Bühne versammelte Helfer ergreifen es gerade noch rechtzeitig. Der Kanzlerkandidat schaut überrascht nach hinten und dann wieder nach vorn. „Da steht der Armin Laschet dahinter“, sagt er süffisant. Das Publikum lacht.

Schulz beweist hier Witz und Spontanität – und doch trifft er, ohne es zu wollen, einen wunden Punkt. Wenn es dem CDU-Spitzenkandidaten in Nordrhein-Westfalen tatsächlich gelingen sollte, die Wahl im Stammland der SPD gegen Amtsinhaberin Hannelore Kraft zu gewinnen, dann wird sich die Kampagne von Schulz für die Bundestagswahl aller Voraussicht nach nur schwer davon erholen können. Laut Umfragen wird es eng, zuletzt sah das ZDF-Politbarometer die CDU knapp vor der SPD.

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