Berlin - Der Kontrast zum Sonntag davor hätte größer nicht sein können. Als um 18 Uhr die erste Hochrechnung aus Nordrhein-Westfalen über die Bildschirme flimmerte, war es mucksmäuschenstill im Saal der grünen Parteizentrale. In der letzten Woche, als das Resultat aus Schleswig-Holstein vermeldet wurde, brach noch ein Jubelsturm los. Auch war in dem Moment, anders als vor sieben Tagen, kein Vertreter der Parteiführung anwesend. Die erschien erst eine knappe viertel Stunde später – allen voran Parteichef Cem Özdemir, der Fraktionsvorsitzende Anton Hofreiter und Bundesgeschäftsführer Michael Kellner.

Zwar betonte Özdemir, dass die NRW-Grünen immerhin mit sechs Prozent erneut im Landtag vertreten seien; die Nord-Grünen hatten den doppelten Stimmanteil eingefahren. Mehr Positives sei aber auch nicht zu vermelden, fügte er hinzu. „Das ist definitiv kein schöner Abend. Die Niederlage werden wir mit Demut akzeptieren.“ Dies entsprach der Stimmung seiner Parteifreunde, die mit hängenden Mundwinkeln dastanden.

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