Berlin - Janine Wissler wollte am Dienstag nicht drum herum reden. „Das ist ein heftiges Ergebnis“, sagte die stellvertretende Vorsitzende der Linkspartei aus Hessen. Und natürlich sei die Stimmung nach dem Wahlsonntag gedrückt. In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz hatte die Linke den Einzug in die Landtage nicht geschafft – wenngleich sie in Städten wie Freiburg, Heidelberg, Stuttgart und Tübingen über fünf Prozent kam und damit „kleine Achtungserfolge“ erzielte, wie es in einer Wahlanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung heißt. In Sachsen-Anhalt ist sie krachend bei dem Versuch gescheitert, Wulf Gallert zum Ministerpräsidenten einer rot-rot-grünen Koalition zu machen. Stattdessen landete die Linke jeweils turmhoch hinter der AfD. Gallert räumt nun das Feld.

Die Linke ist zwischen die Stühle geraten. In der besagten Wahlanalyse steht, die AfD habe Protestwähler angezogen. Die Linke in Sachsen-Anhalt sei unterdessen „so schwach wie seit mehr als 20 Jahren nicht mehr“. Der Populismus von rechts stelle die Partei „vor neue strategische Aufgaben“. Ob sie sich aus dieser Lage wieder befreien kann, ist unklar.

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