Berlin - Berlin ist in den Sommerferien. Doch schon in einem Monat beginnt das neue Schuljahr – und schon jetzt schrillen die Alarmglocken. Die Delta-Variante des Coronavirus kommt. Das bedeutet auch, dass die Inzidenzen wieder steigen werden. Sind Berlins Schulen darauf vorbereitet? Wie kann es gelingen, dass endlich wieder regulärer Betrieb möglich ist? Dass endlich Schluss damit ist, dass diese allumfassende gesellschaftliche Krise vor allem auf den Schultern der Kinder, Jugendlichen und jungen Leuten ausgetragen wird?

Politiker aller Parteien sagen jetzt, was sie immer sagen: Es müsse alles dafür getan werden, damit die Schulen gut und sicher arbeiten können. Doch was heißt eigentlich dieses „alles“?

Hört man dem Bundesgesundheitsminister zu, dem Regierenden Bürgermeister, dem notorischen Karl Lauterbach und wem noch sonst, sagen die: Auch Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren sollten geimpft werden. Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts, die Stiko, solle gefälligst eine entsprechende Empfehlung aussprechen. Sonst drohen Wechselunterricht und/oder Schulschließungen.

Doch das ist falsch. Hört man den Ärzten zu, erst recht den Pädiatern, sagen die: Kinder und Jugendlichen erkranken nur ganz selten schwer an Covid-19. Und da eine Impfung immer zunächst für den Eigenschutz gedacht ist, braucht diese Bevölkerungsgruppe nicht geimpft werden. Ja, deswegen sollte sie nicht geimpft werden. Nach allem, was man weiß, sind die Kinder und Jugendliche nicht einmal nennenswerte Virus-Überträger.

Was also ist zu tun, damit Regelunterricht in Schulen möglich ist? Die Antwort ist einfach: Alle Erwachsenen, die an Schulen und in Kitas zu tun haben, müssen sich impfen lassen. Doppelt. Das ist in ihrem ureigensten Interesse. Aber nicht nur. Es ist auch im Interesse der Kinder und Jugendlichen, an deren Wohl ihnen so viel gelegen ist.