Lausitz soll mit neuem Image Fachkräfte gewinnen

Mit Hilfe einer neuen Imagekampagne sollen mehr Fachkräfte in die Lausitz kommen. Mit Slogans, Plakaten und einem Film soll ab Januar der Wandel in der Tageb...

Dietmar Woidke (l, SPD), Ministerpräsident von Brandenburg, und Klaus Freytag (r), Lausitz-Beauftragter des Ministerpräsidenten, halten nach einer Pressekonferenz zum Start der Imagekampagne Lausitz Plakate mit der Aufschrift «Hier bahnt sich Deine Karriere an», und «Die Lausitz. Krasse Gegend».
Dietmar Woidke (l, SPD), Ministerpräsident von Brandenburg, und Klaus Freytag (r), Lausitz-Beauftragter des Ministerpräsidenten, halten nach einer Pressekonferenz zum Start der Imagekampagne Lausitz Plakate mit der Aufschrift «Hier bahnt sich Deine Karriere an», und «Die Lausitz. Krasse Gegend».Soeren Stache/dpa

Potsdam-Mit Hilfe einer neuen Imagekampagne sollen mehr Fachkräfte in die Lausitz kommen. Mit Slogans, Plakaten und einem Film soll ab Januar der Wandel in der Tagebau-Region, deren Abschied von der Kohle-Verstromung spätestens 2038 kommt, bekannter werden. „Die Lausitz. Krasse Gegend“ heißt die Kampagne, die am Mittwoch in der Staatskanzlei in Potsdam vorgestellt wurde. Die Lausitz sei mehr als Wölfe und Kohlegruben, sagte der für die Kampagne verantwortliche Agentur-Chef Christof Biggeleben. Bislang gebe es wenig Wissen über die Lausitz. „Es passiert krass viel, das weiß niemand außerhalb der Region.“ Die Kampagne kostet laut Staatskanzlei für 4 Jahre insgesamt 1,9 Millionen Euro.

Es gibt bereits ein Projekt aus der regionalen Wirtschaft gegen ein Negativimage der Lausitz mit dem Ziel, neue Arbeitskräfte zu gewinnen (echt-lausitz.de). Cottbus wirbt außerdem mit dem Slogan „Boomtown“. Nach der Wende sind viele Menschen aus der Kohleregion abgewandert. Aktuell gibt es der Stadtverwaltung zufolge mehr als 7000 Jobangebote und über 4000 Ausbildungsplätze.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sagte am Mittwoch zur Entwicklung der Lausitz: „Es geht an allen Stellen voran. Wir sind jetzt auf einem guten Weg.“ Es sei gut, jungen Menschen zu zeigen, welche Perspektiven es in der Lausitz gebe. Woidke nannte drei große Projekte wie das Bahnwerk Cottbus, die Universitätsmedizin in Cottbus und den Lausitz Science Park.

Die Deutsche Bahn baut in Cottbus ihr größtes Instandhaltungswerk für ICE-4-Züge, das 2026 fertig sein soll. 1200 Industriearbeits- und Ausbildungsplätze sollen entstehen. Zudem ist der Aufbau einer Universitätsmedizin geplant. 2026 sollen in Cottbus dann auch die ersten Studenten der Medizin starten können, wie Woidke sagte. Zudem sind laut Wirtschaftsregion Lausitz GmbH viele kleinere Projekte auf den Weg gebracht.

Vor gut zwei Jahren trat das Strukturstärkungsgesetz für die Kohleregionen in Kraft. Für einen Strukturwandel als Folge des vereinbarten Kohleausstiegs in der Lausitz stehen bis zum Jahr 2038 insgesamt mehr als 10 Milliarden Euro zur Verfügung.