Es ist ein ruhiger Dienst im Kreißsaal. Wir trinken gerade Kaffee, als wir auf dem Gang lautes Schreien und Stöhnen hören. Diese Geräusche sind uns vertraut, sie lassen uns erahnen, auch ohne die Frau gesehen zu haben, dass dieses Baby bald geboren wird.

Erich Maria Remarque beschrieb einst einen Aufenthalt im Kreißsaal mit diesen Worten: „Die Geräusche einer Frau während des Gebärens ähneln den kraftvollen Seufzern einer hingebungsvollen Frau im Akt der Liebe.“ Ich war gerade mal 15 Jahre alt, als ich diesen Satz zum ersten Mal las. Den Sinn verstand ich erst viel später, in meinen Nächten im Kreißsaal. Noch heute liebe ich es, innezuhalten und zu lauschen. Dem Akt der Liebe. Der Geburt eines Kindes.

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