Hannover - Im Fall des geklauten goldenen Leibnis-Kekses hat der mutmaßliche Dieb, der sich selbst als „Krümelmonster“ präsentiert, offenbar ein Einsehen. „Weil der Werni den Keks so lieb hat wie ich und der jetzt immer weint und den Keks ganz dolle vermisst geb ich den zurück!!!“, heißt es in dem Brief, der bei der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ einging.

Der 20 Kilo schwere vergoldete Keks war in einer Nacht-und-Nebelaktion von der Fassade des Bahlsen-Stammhauses abmontiert worden, seitdem fehlt von den Tätern sowie dem Keks jede Spur, außer einem Brief, den die Unbekannten vergangene Woche an die Bahlsen-Geschäftsführung und die Hannoversche Allgemeine Zeitung schickten. „Ich habe den Keks – ihr wollt ihn haben“, stand darin, beigefügt war ein Foto von einer Person im Krümelmonster-Kostüm.

Die Täter forderten, Bahlsen solle Kinder in einem Krankenhaus mit Leibniz-Keksen versorgen. Außerdem solle die von der Firma ausgesetzte Belohnung in Höhe von 1000 Euro an ein Tierheim bei Hannover gespendet werden.

Firmenchef Werner M. Bahlsen hatte nach Auftauchen des Briefs eine Spende von 52.000 Kekspackungen in Aussicht gestellt, sollte das Kunstwerk wieder auftauchen. Danach hatte das „Krümelmonster“ tagelang nichts von sich hören lassen.

Original-Krümelmonster ist not amused

Das Krümelmonster aus der „Sesamstraße“ findet den Erpressungsversuch seines Doppelgängers übrigens wenig witzig. Der NDR zitierte es am Donnerstag mit den Worten: „Das geht mir mächtig auf den Keks.“ Beim amerikanischen Twitter-Acount der „Sesamstraße“ stellte das „Cookie Monster“ zudem bereits am Dienstag klar: „Me no steal the golden cookie. But me willing to help find real cookie thief!“ („Ich habe den Keks nicht gestohlen. Aber ich helfe gerne, den richtigen Keksdieb zu finden!“). (dpa)