Die Politiker in den europäischen Hauptstädten und unsere besonderen Freunde, die Märkte, seien erschrocken und irritiert, hieß es am Dienstag. Erschrocken und irritiert, weil der griechische Premierminister Giorgos Papandreou sein Volk fragen will, ob es sich dem Rettungsdiktat der Europäischen Union unterwerfen und es wirklich demokratisch legitimieren will.

Wenn das stimmt, so muss man fragen, was in den Hirnen und Herzen der Merkels, Sarkozys und Junckers (die Märkte haben so etwas nicht) vorgegangen ist, als sie in den vergangenen Monaten über die Hilfsmaßnahmen für Griechenland verhandelten, die ja immer auch eine Kehrseite haben: Die Gegenleistungen der Griechen. Also Verzicht auf Arbeitsplätze, Einkommen, Absicherung, Lebensperspektiven in einem Umfang, der zum Beispiel die deutschen Hartz-IV-Reformen von einst wie eine Lappalie erscheinen lässt. Und doch zogen dagegen Hunderttausende auf die Straßen, stürzte eine Regierung.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.