Heimat, Heimatschutz – das klingt nach den Vögeln im Wald und den Fischen im Fluss und den Städten und Dörfern. Nach all dem Schönen. Wer sollte dagegen etwas haben. Viel wird gesprochen über Heimat und Identität – im identitätsirritierten Osten Deutschlands mit gesteigerter Vehemenz, gerade in jenen Kleinstädten, in denen man durch Straßenzüge spaziert, deren Fenster tote Augen sind. Alles leer. Eisenberg in Thüringen, Klingenthal im Vogtland, Prenzlau in der Uckermark, Döbeln in Sachsen (wo Anfang November ein libanesischer Imbissbesitzer von einem maskierten Mann erschossen wurde). Es gibt viele solcher Orte. Hier wohnen der Niedergang, die Demütigung, der Kleingeist, der Neid auf alle, denen es – vermeintlich – besser geht. Die Weltoffenen, Jungen (vor allem Frauen), Neugierigen sind weggezogen oder in der Minderheit.

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