Auch wenn an den beiden kommenden Sonntagen in Schleswig-Holstein und dann in NRW stattfinden, die viel wichtigere Wahl für die Menschen in Deutschland entscheidet sich in Frankreich. Dort geht es in der Stichwahl für das Amt des Präsidenten um nichts Geringeres als die Zukunft Europas. Zwischen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy und seinem sozialistischen Herausforderer Francois Hollande entscheidet sich die künftige Wirtschaftspolitik der Währungsunion.

Das abstrakte Wort Wirtschaftspolitik wird greifbarer, wenn man es als Mittel zur Bekämpfung der beiden Hauptübel der Ökonomie versteht: Arbeitslosigkeit und Inflation. Beide Übel sind schlimm, die Frage ist nur, welchem Übel die Wirtschaftspolitik Priorität einräumen soll? Und hier hat sich Sarkozy, sicherlich auch unter starkem Druck der deutschen Kanzlerin Angela Merkel, klar positioniert. Mit seinem Einsatz für den von der deutschen Regierung propagierten Fiskalpakt und den daraus folgenden drastischen Sparprogrammen, steht Sarkozy für Inflationsbekämpfung. Dabei nimmt seine Wirtschaftspolitik die Rezession in Euroland samt steigender Arbeitslosigkeit billigend in Kauf.

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