Sag mir, worauf du stehst, und ich sag dir, was du bist: Maxim Leo sucht nach einem Namen für seine sexuellen Vorlieben.
Foto: Imago Images

Als ich meiner Großmutter vor vielen Jahren mal davon erzählte, dass es Menschen gibt, die kein Fleisch essen, weshalb man sie Vegetarier nennt, schaute sie mich überrascht und auch ein wenig skeptisch an und sagte: „Ach Junge, diese neuen Moden, ich glaube, das verstehe ich nicht mehr.“ Ähnlich ging es mir im ersten Moment, als ich von der Sapiosexualität erfuhr. Falls Sie, liebe Leser, nicht wissen, was das ist, erkläre ich es kurz: Sapiosexuelle sind Menschen, die ihre Sexual- und Lebenspartner ausschließlich nach deren Intelligenz auswählen.

Das brachte mich dazu, mal ein wenig über meine sexuelle Orientierung nachzudenken. Dabei fiel mir auf, dass ich vermutlich auch sapiosexuell bin. Also zumindest teilweise. Weil ich es schon nicht schlecht finde, wenn eine Frau einen durchschnittlich langen Relativsatz stolperfrei aussprechen kann. Ich finde es auch nicht übertrieben zu wissen, dass die Erde sich um die Sonne dreht und dass Balzac nicht nur der Begründer eine Kaffeehauskette war.

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