Der politische Machtkampf in Venezuela droht zu einem Bürgerkrieg zu werden. Bei wütenden Protesten gegen das bisherige Staatsoberhaupt, den sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro, kamen mindestens 13 Menschen ums Leben. Am Mittwoch hatte sich Oppositionsführer Juan Guaido in Caracas ebenfalls zum Präsidenten erklärt. Nun hat Venezuela faktisch zwei Staatsoberhäupter. Unklar ist bislang, wie sich das Militär verhalten wird. Die Bundesregierung hat angesichts der Proteste Neuwahlen in dem südamerikanischen Land gefordert.

Hintergrund: Maduro war am 10. Januar zu seiner zweiten Amtszeit angetreten, ohne regulär gewählt worden zu sein. Auch der Berliner Journalist Billy Six (32) hatte Maduro öffentlich kritisiert, wurde verhaftet und in ein Militärgefängnis gesperrt. Seit dem 9. Januar fehlt nun jedes Lebenszeichen von Six. Für die rechtskonservative Wochenzeitung Junge Freiheit reiste der Berliner im vergangenen Jahr nach Venezuela, schrieb unter anderem einen Artikel mit der Überschrift „Außer Kontrolle geraten“.

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