Berlin - Als amerikanischer Journalist, der in Deutschland lebt, ist für mich heute nicht so sehr der Tag, an dem wir einen neuen Präsidenten wählen, sondern vielmehr der Tag, an dem deutsche Journalisten ihre atemlose Herablassung endlich woanders ausleben können. In der vergangenen Woche haben sich die deutschen Medien – einschließlich dieser Zeitung – erst erzählt, wie katastrophal eine zweite Trump-Amtszeit wäre und dann, wie enttäuschend und irrelevant eine Biden-Präsidentschaft wäre.

Hauptsächlich wollen viele Journalisten zeigen, was für großartige Amerikaversteher sie sind, und das ist ärgerlich für Leute, die – wie wir Amerikaner gerne sagen – einen Hund bei dieser Jagd haben. Ich würde den Ausdruck erklären, aber ich bin sicher, dass die Amerikaversteher ihn nicht nur kennen, sondern ihn auch regelmäßig verwenden (sorry, ein echter deutscher Amerikaversteher würde „US-Amerikaversteher“ sagen).

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