Linke: Kleine Standorte bei Gesundheitsversorgung wichtig

Die Linke im Brandenburger Landtag fordert, beim geplanten Ausbau der Gesundheitsversorgung in der Lausitz auch kleine Krankenhausstandorte gleichberechtigt ...

Ein Pfeil weist den Weg zur Notaufnahme eines Krankenhauses.  bild
Ein Pfeil weist den Weg zur Notaufnahme eines Krankenhauses. bildJulian Stratenschulte/dpa/Symbol

Potsdam-Die Linke im Brandenburger Landtag fordert, beim geplanten Ausbau der Gesundheitsversorgung in der Lausitz auch kleine Krankenhausstandorte gleichberechtigt mit einzubeziehen. Krankenhäuser wie etwa in Spremberg, Guben und Forst (alles Spree-Neiße) müssten ebenfalls tragende Rollen in der Grundversorgung einnehmen, erklärte die strukturpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Anke Schwarzenberg, am Samstag. Alle Gesundheitsakteure der Lausitz müssten gleichberechtigt zusammenarbeiten. Die Kohle-Region ist mitten im Strukturwandel.

Hintergrund ist die Unterzeichnung einer Vereinbarung - ein sogenanntes „Memorandum of Understanding“ - für eine Modellregion Gesundheit Lausitz an diesem Montag in der Staatskanzlei. Das Land plant den Aufbau einer „Modellregion Gesundheit Lausitz“ im Rahmen des Innovationszentrums Universitätsmedizin Cottbus (IUC). Dazu soll das kommunale Carl-Thiem-Klinikum (CTK) in Cottbus zum Universitätsklinikum in Landesträgerschaft sowie zu einem „Digitalen Leitkrankenhaus“ ausgebaut werden. Finanziert werden soll der Ausbau mit 1,9 Milliarden Euro aus dem Strukturfonds des Bundes.

Ziel ist es, Gesundheitsakteure untereinander zu vernetzen und mit der Universitätsmedizin digital zu verknüpften, um in der Lausitz ein Versorgungs-, Forschungs- und Lehrnetzwerk aufzubauen.

„Ein großes Netzwerk aller gesundheitlicher Einrichtungen kann und muss eine Chance für alle Krankenhausstandorte sein (...)“, betonte Schwarzenberg. „Die angestrebte Modellregion Gesundheit Lausitz hat aber nur dann eine Zukunft, wenn alle Partnerinnen und Partner auf Augenhöhe zusammenarbeiten“, so die Linken-Politikerin.