Berlin - Am Montag meldete sich Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) zu Wort. Und das war in gewisser Weise typisch. Man könne „ganz schön traurig und hilflos werden“, wenn man sehe, wie 6000 aus ganz Europa angereiste rechtsextremistische Konzertbesucher wie am Wochenende im südthüringischen Themar „getarnt als Demonstration“ ein großes Festival abhielten, sagte er dem Mitteldeutschen Rundfunk. Über ein geändertes Versammlungsrecht könne erreicht werden, dass Behörden und Gerichte „diese Dinge nicht mehr unter Meinungsfreiheit abtun“.

Typisch war diese Meinungsäußerung insofern, als sich ein Vertreter des linken politischen Flügels zum Thema Rechtsextremismus zu Wort meldete, während die Debatte über den Linksextremismus von Hamburg eine Woche vorher von Konservativen dominiert wurde. So ist es (fast) immer.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.