Dresden - Lothar König ist gut gelaunt an diesem Donnerstagmorgen im Dresdner Justizzentrum. „Leute, schaut mal, ich habe Strümpfe angezogen“, ruft er und zeigt auf seine rotbesockten Füße in Sandalen. Normalerweise ist Jenas stadtbekannter Jugendpfarrer stets barfuß in Jesuslatschen unterwegs. Aber das verbietet wohl der Respekt vor dem Gericht. König, 59, hat eigentlich keinen Grund für gute Laune. Seit Donnerstag muss sich der Gottesmann mit dem wallenden Bart vor dem Amtsgericht verantworten. Der Staatsanwalt wirft ihm schweren Landfriedensbruch, versuchte Strafvereitelung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vor. Als am 19. Februar 2011 in Dresden Tausende Menschen gegen einen Aufmarsch von Neonazis demonstrieren, soll König Demo-Teilnehmer zu Angriffen auf Polizisten angestachelt und Gewalt billigend in Kauf genommen haben.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.